Open Air - Bericht vom 2.6.2002
Carlos Santana - Letzigrund Zürich

Carlos Santana - Open Air im Letzigrund Zürich (nicht ausverkauft - 35'000 Besucher)
Vorprogramm: Counting Crows, Reamonn

Was für ein Sonntag und was für ein Auftakt für die Schweizer Open Air - Saison.
Stahlblauer Himmel und Temperaturen wie im Hochsommer eröffneten die Freiluftfestivalsaison des Jahres 2002. Zum Glück hatten die Organisatoren dieses Jahr mehr Bier an Lager gelegt, als vor einem Jahr beim ausverkauften Konzertes der Rockgruppe AC/DC. Damals war das Bier bereits bei der Vorgruppe alle. Dem sollte dieses Jahr nicht so sein und so konnte man auch während den Klängen von Santana ein kühles erfrischendes Bierchen geniessen.

Um 17.15 Uhr legte die irish-deutsche Formation Reamonn die ersten Takte auf die Bühne. Reamonn wurden bekannt mit dem Hit "Supergirl", welcher auch gleich zu beginn des Konzertes gespielt wurde. "In Zaire", eine Coverversion wurde auch zum Besten gegeben. Man merkte jedoch schnell mal, dass die anwesenden Besucher nur auf Carlos Santana warteten. Dazu kam, dass die Temperaturen viel eher zum Sonnenbaden als zum Rumhüpfen animierten. Der Auftritt dauerte 40 Minuten und konnte als ganz angenehm deklariert werden.

Als zweite Band betraten Counting Crows die Bühne. Die Jungs aus den USA habe ich schon ein paar mal live erleben können und ich freute mich umsomehr diese heute erneut anzuhören. Aber es kam ganz anders als geplant.
Das Food-Village ausserhalb des Stadions hatte es mir und dem Ueli angetan und da sind wir dann auch für gut eine Stunde hängengeblieben. Eigentlich wollten wir in der Pause nur mal kurz für kleine Jungs und ein frisches Bierchen genehmigen. Beim Foodcorner haben wir jedoch einige alte Bekannte angetroffen und uns auf einen Schwatz eingelassen. Und dann war da noch eine Brasil-Show mit netten Tänzerinnen. Und somit war der Kessel eh schon geflickt und das Konzert der Counting Crows fand für uns nicht statt.
Ich musste mir aber von Kollegen welche das Konzert erleben durften mitteilen lassen, dass Counting Crows voll toll waren. Die alten Klassiker wie "Mr. Jones", "Hangingaround" oder "I wish I was a girl" wurden alle gespielt. Auch neue Songs wie "American Girl" oder "Hard Candy" fehlten nicht. Guter alter und ehrlicher Mainstream-Rock eben. Schade, aber man muss die Feste eben feiern wie sie fallen.

Fast pünktlich um 20.00 Uhr betrat Onkel Santana die Bühne und schnallte die Guitarre um. Schon bei den ersten Klängen wusste man, dass dies ein Konzert mit viel Unterhaltung und starken Guitarren-Solis werden wird. Es wurde eine tolle musikalische Show geboten, welche sogar in der Halbzeit durch einen alten Kumpel von Carlos Santana Mister John MacLaughlin (ebenso ein toller Guitarren-Virtuose) ergänzt wurde. Vorwiegend neue Songs aus dem Jahrhunderalbum "Supernatural" wurden gespielt und gefeiert. "Maria Maria", "Smooth", "Put your Lights on" und und und ..... Was wäre das für einen Schmaus gewesen, wenn bei "Put your Lights on" noch Kollege Everlast die Bühne betreten hätte. Aber Everlast befindet sich zur Zeit in LA im Studio und arbeitet an einem neuen Album. Ist mir auch recht so, denn ich warte schon lange auf ein neues Werk von Everlast.
Das Wetter, die Stimmung und die tollen Latino-Rhytmen haben voll erfüllt. Dennoch fehlten mir die alten Klassiker des Woodstock-Veteranen. "Soul Sacrifice I+II", "Europa" und und und fehlten ganz einfach. Immerhin hat er unter den 25 vorgetragenen Songs "Oye como va" gespielt und "Samba pa ti" kurz mal angeschnitten. Dieser Meinung waren auch unsere Konzertnachbarn, mit welchen wir uns prima unterhalten haben. He, meldet euch doch mal !!
Zum Schluss predigte Carlos vom Frieden: "Let's be one world with peace and understandig without violence and brutality!" und die Menge tobte und stimmte dem grossen Guitarrengott einstimmig zu. Obwohl die alten Songs mir persönlich fehlten, war es ein toller Konzertanlass.

weitere Informationen zu Carlos Santana unter www.santana.com
weitere Informationen zu Counting Crows unter www.countingcrows.com
weitere Informationen zu Reamonn unter www.reamonn.de